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Eintritt & Psyche

2,50 € Eintritt täten doch niemandem wirklich weh, sagte besagter Gastronom. Nun, wer so mit Millionen jongliert, kann das so sehen. Nix gegen Geschäftstüchtigkeit (im Gegenteil, das gibt auch anderen die Möglichkeit, ehrliches Geld zu verdienen), aber viele andere haben's nicht so dicke.

Man kann sich gut vorstellen, dass so einige sich 2,50 € Eintritt doch drei mal überlegen. Dass z.B. Kinder und Jugendliche, die sonst nach der Schule und am Wochenende mal eben ein bischen in den Park zum Spielen oder "Chillen" [für Erwachsene: das heißt Abhängen, Ausruhen, Erholen, Dösen, Quasseln, Tratschen - es heißt keineswegs automatisch: demolieren] gegangen sind, vielleicht auch von nahe wohnenden Eltern mit gutem Gewissen dort hin geschickt wurden, nicht mal eben so für eine kleine Clique 20, 30 oder mehr Euro hinblättern.

Womöglich sogar nur für ein Stündchen Sonnenschein im Grünen. Da würde auch Kinderermäßigung nicht wirklich helfen.

Denn das wird ja von den VerfechterInnen eines eintrittsgeld-pflichtigen alten Parkes immer übersehen (wir nehmen mal an, ohne Absicht): Die Kurzzeit- und die Transitbesucher.

Es trägt für so manche EinwohnerInnen & Gäste zum Wohlbefinden bei, in der Mittagspause, nach dem Wochenendkaffee etc. mal eben ein kleines Ründchen durch den Park zu drehen. Doch für diese kurze Zeit extra Eintritt zu löhnen, mit Partner jedes Mal 5,-, mit Kindern & Verwandten locker 10-20 € & mehr? Nee, danke!

Viele wollen auch von der Stadt ins Grüne hinterm Park oder umgekehrt. Einige von denen würden zähneknirschend Jahreskarten kaufen (Ehepaar in 10 Jahren mindestens 500 €!!!, EINTAUSEND gute alte Deutsche Mark!). Anderen täte es ums Geld zu leid, oder sie sind vielleicht sogar tatsächlich zu arm dran.

Die einen wie die anderen, die verhinderten Spaziergänger, die Dauerkartenkäufer, die Umwegemacher zwecks Kostensenkung, die Zuhausebleiber zwecks Umwegvermeidung - sie alle werden sich nicht jedes mal lautstark die Haare raufen.

Aber der Stachel bleibt und arbeitet, mal bewusst, mal tief in der Psyche verborgen, bis er irgendwo anders wieder zu Tage tritt (z.B. in neuem Vandalismus). Der kleine oder der große Frust, nichts davon ist gut für eine Stadt, die sich gerade vom Schlafnest, welches 20 Jahre Westgeld anscheinend weitgehend verdöst hat, hoch zu rappelen versucht, zur Stadt zum Leben und Wohlfühlen!

Der einzige Ausweg, sich diesen Stachel (Parkschließung) dann wenigstens ein kleines Stückchen aus der Seele zu ziehen, wäre, zu sagen: Von mir keinen Cent Eintrittsgeld für die BonzInnen einer Stadt, die mir als Bürger/in so unverschämt ins Gesicht spuckt. Und mit Gästen werde ich lieber durch die schöne Gratis-Natur spazieren, als durch diese Sauerei. Ob das dann im Sinne Oranienburgs ist? (Und, leider: Ob das alles die wenigen skrupellosen ProfiteurInnen der Aktion rund um unseren Bürgermeister überhaupt juckt?)